Heute ist ein großer Tag. Auch wenn es schon eine Weile bekannt war, gibt es jetzt die offizielle Bestätigung: Die NASA hat Wasser auf dem Mars gefunden. Die Auswirkungen dieser Entdeckung sind gewaltig – damit sind jetzt bemannte Marsexpeditionen denkbar und sogar die Entdeckung außerirdischer Lebensformen möglich. Und trotzdem wird im Internet gemütlich getrollt:
Richtig, nichts. Und unsere werten Politiker unterstützen diesen
Wahnsinn. Jetzt hat die NASA für einen Gegenwert von einigen hundert
Millionen Dollar Wasser auf dem Mars gefunden, toll. Vielleicht
finden sie dort demnächst auch noch einen Fisch.
Mal abgesehen davon, dass ein Fisch auf dem Mars natürlich eine grandiose Entdeckung wäre, die gewissermaßen einen alten Menschheitstraum erfüllen würde, hat uns die Weltraumtechnik schon einiges gebracht, auch im praktischen Leben.
Der oben zitierte Heise-Kommentator würde sich wohl ohne sein GPS-Navigationsgerät gnadenlos verfahren. Und die Liveübertragungen von den olympischen Spielen in China demnächst wären auch nicht ohne Satelliten möglich. Oder Google Earth. Das gleiche gilt für Dinge wie Satellitentelefonie, Beobachtung von Umweltschäden aus dem All und diverse andere Dinge. Ohne Weltraumtechnik wäre unsere heutige Welt eine völlig andere. Und genau daher lohnt es sich auch, sie weiter zu finanzieren.
Das Argument, dass das Geld auf der Erde besser aufgehoben wäre und es sinnvoller wäre, damit die Armut auf der Welt zu bekämpfen, ist schlecht. Sinnvoll wäre eine Bekämpfung der Armut natürlich, aber kein Staat würde das in der Weltraumfahrt gesparte Geld in die Entwicklungshilfe stecken. Das ist genauso utopisch wie ein Streichen der Militärausgaben.

